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Sydney - University of Sydney - 2003

Erfahrungsberichte von Studenten, die in Australien ihr Auslandssemester absolviert haben

Sydney - University of Sydney - 2003

Beitragvon Adam Dubielecki am Sa 16. Feb 2008, 22:30

Australien – Sydney, was für ein Traum! Und das Beste - er kann wahr werden und das ganze in deinem 5. Semester als Auslandsaufenthalt. Zusammen mit drei anderen Kommilitonen war ich für insgesamt fünf Monate 2003 in Down Under. Meiner Meinung nach ist ein Semester an einer ausländischen Universität einem Auslandsaufenthalt mit der Firma vorzuziehen. Die Erfahrungen die man sammelt und die Kontakte die man knüpft sind unbezahlbar.
Ich sag’s gleich vorweg: Es war die beste Erfahrung meines Lebens und hat sich in jeder Hinsicht gelohnt – das Land, die Stadt, die Menschen, die Uni und natürlich auch die Sonne. Selbstverständlich ist Sydney eine unbeschreibliche Metropole und wer weiß wie viele Möglichkeiten man im Leben hat so eine Reise zu unternehmen.
Dazu kommen noch unbeschreibliche Menschen. Locker, offen, freundlich, hilfsbereit. All das zeigt sich zum Beispiel auch daran, dass man die Professoren und Dozenten in der Universität ohne weiteres mit dem Vornamen ansprechen kann. Neben den Aussies lernt man natürlich auch eine Menge Studenten aus allen Ländern der Welt kennen. Alle sind fremd in Sydney und freuen sich neue Menschen zu treffen. So verbringt man jeden Abend in einer anderen Runde. Mal bringt jemand einen neuen Flatmate mit, mal hat einer Besuch von einem Freund. So erweitert sich der Freundeskreis von ganz alleine. Der größte Fehler den man machen kann, ist sich nur unter Deutschen aufzuhalten. Zum einen verbessert man dadurch sein Englisch nicht und zum anderen grenzt man weitere Leute aus. Allerdings muss ich hinzufügen, dass der ganze Spaß nicht umsonst ist und allein durch Flug und Studiengebühren erhebliche Kosten entstehen. Mehr dazu jedoch noch später.


Vorbereitung:
Sicherlich ist es keine einfache Entscheidung – bleibe ich im 5. Semester in Elmshorn, will ich ins Ausland – und wenn ja, wohin: Englisch-, spanisch- oder französichsprachig. Oder vielleicht doch ganz wo anders hin? Wenn man sich dann aber auf den Informationsabenden umgehört und sich entschieden hat wohin die Reise gehen soll kann man auch schon mit dem Planen anfangen.
Ist die Entscheidung auf Sydney gefallen, stellt sich gleich die nächste Frage: An welcher Uni in Sydney soll ich überhaupt studieren?
Sydney hat allein 3 große Universitäten. Die UNSW (University of New South Wales), die MacQuarie School of Business und die University of Sydney, die älteste und renommierteste Uni Australiens an der auch ich studiert habe und die im Herzen der Stadt liegt. Die Semester in Australien gehen allerdings von Juli bis November und von März bis Juni. Egal für welche der beiden Zeiten du dich entscheidest, die Dauer des Semesters ist auf jeden Fall länger als die 10 Wochen an der NAK. Somit musst du mit deiner Firma unbedingt vereinbaren, dass du Praxis- und Theoriesemester vertauschen darfst, was eigentlich keine Probleme bereiten sollte. Schwieriger könnte es bei Sonderurlaub werden, den du wahrscheinlich benötigen wirst.
Das zweite Semester 2004 startet am 26. Juli und geht bis zum 20. November. Die Orientierungswoche startet bereits am 20.7. Eine große Hilfe bei der Bewerbung ist das deutsche Ranke-Heinemann Institut (Institut Ranke-Heinemann, Schnutenhausstrasse 44, 45136 Essen, Tel: 0201 – 25 25 52). Hier kannst du dich direkt bewerben und musst nur ein Formular und eine Liste deiner bisher besuchten Vorlesungen und der geschriebenen Klausuren ausfüllen. Die restliche Korrespondenz mit der Uni in Australien übernimmt dann Ranke-Heinemann und nach nicht allzu langer Zeit sollte dann auch die Zusage einfliegen.

Obwohl ich keinen Toefl-Test machen musste ist es eigentlich allgemein Voraussetzung für ein Semester in Australien eine solche Bestätigung vorlegen zu müssen. Aber keine Angst, es haben schon so viele geschafft.
Ist diese Hürde dann genommen und die Zusage endlich da, geht es daran die Studiengebühren zu überweisen. Da die Nordakademie leider keine Partneruniversität ist, ist auch der volle Betrag zu zahlen. Als Exchange Student wäre dies nicht der Fall.
Wie schon erwähnt ist dies eine recht hohe Summe für deutsche Verhältnisse. Somit kommt für ein Semester an der University of Sydney im Undergraduate / Study Abroad Programm ein Betrag von A$ 7500 + A$ 150 für die Krankenversicherung + A$ 331 Einschreibegebühren auf dich zu. Umgerechnet sind etwa € 4650,-. Leider sind die Gebühren nach meinem Semester 2003 nochmals erhöht worden.
Damit ist dann aber auch wirklich alles abgedeckt. Die Überweisung erfolgt per internationalem Bankcheque. Hat man auch hierfür die Bestätigung erhalten kannst du im Internet dein Visum beantragen. Das geht recht einfach. Du musst nur Pass und Bestätigungsschreiben der Uni vorliegen haben und innerhalb von wenigen Stunden erhältst du das Visum per E-Mail.
Der nächste Schritt ist die Vorauswahl deiner Kurse für das Semester. Zur Auswahl stehen über hundert verschiedene Kurse aus allen Themenbereichen der BWL. Die Zusammenstellung erfolgt nach dem Credit-System. Insgesamt wirst du jedoch nur 3 oder 4 Kurse belegen können. Von zuviel Eifer unbedingt noch mehr Kurse zu belegen ist dringend abzuraten, da auch so schon genügend Arbeit auf dich  zukommen wird.
Selbstverständlich kannst du die Kurse auch noch tauschen, wenn du erstmal in Sydney angekommen bist.
Parallel zu all diesen organisatorischen Dingen solltest du dich bereits um einen Flug kümmern. Je früher, desto besser, da viele Touristen bereist ein Jahr im Voraus planen und die günstigen Flüge somit schnell vergriffen sind. Dies kostet so zwischen € 1000 – 1200 – je nach Angebot und wie spät du dran bist. Leider liegt selbst bei einer so langen Reise das Gepäcklimit bei 20 kg. Nur mit sehr viel Glück und Engagement kannst du eine Erhöhung auf 30 kg mit der Airline vereinbaren. Selbstverständlich gibt es immer eine gewisse Toleranz, ist die jedoch einmal überschritten, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass es teuer wird. Also lass lieber ein paar T-Shirts zu Hause, da in Australien sicherlich noch das ein oder andere Mitbringsel hinzukommen wird.
Viele Flüge gehen über Singapur aber manche Airlines machen auch in Kuala Lumpur, Bangkok oder Dubai Halt. Die meisten Airlines bieten nebenbei auch ein sehr günstiges Stopover-Programm an. So hast du noch auf deinem Rückflug die Möglichkeit einen Aufenthalt in einer der Städte zu machen. Ich hatte einen Stopover in Singapur und muss sagen, dass es sich echt gelohnt hat. Natürlich freut man sich auf Freunde oder Verwandte, die zu Hause auf einen warten. Zusätzlich sind die paar Tage noch mal richtig anstrengend, da man natürlich auch eine Menge sehen möchte - aber wann kommt man sonst noch mal nach Singapur?
Ratsam ist es bereits von Deutschland aus eine Unterkunft für die ersten zwei Wochen zu buchen, die auch noch möglichst nahe an der Uni liegt. Hier kannst du dich für eins der Wohnheime, ein Hotel oder eins der unzähligen Backpacker Hostels entscheiden. Eine erste Übersicht mit Adressen und Telefonnummern bekommst du von der Uni zugeschickt. Generell bietet die University of Sydney schon ein sehr großes Angebot an Wohnheimplätzen, jedoch ist der Großteil bereits an Vollzeitstudenten vergeben und um die restlichen herrscht dann natürlich ein starker Bewerbungskampf. Auch hier heißt es: „Wer zuerst kommt,…!“


Ankunft:
Ist nun alles geplant und vorbereitet und der schwere Abschied von zu Hause geschafft, packt einen auch schon die Euphorie auf das nächste halbe Jahr, aber auch die Ungewissheit was einen erwarten wird macht sich bemerkbar. Und nach einem Flug um den halben Globus und einer Zeitverschiebung von 8 Stunden im deutschen Sommer oder 10 Stunden im deutschen Winter freut man sich nur auf ein Bett und ein wenig Erholung. Dann geht die Organisation wieder von vorne los. Wo bin ich? Wo muss ich hin? Was muss ich erledigen? Wer kann mir helfen? Am besten ist einfach, dass du schon eine Woche vor dem offiziellen Semesterbeginn vor Ort bist und an der Einführungswoche teilnimmst. Hier kannst du gleich feststellen wie freundlich und hilfsbereit die Aussies sind und hast bereits eine gute Gelegenheit ein paar andere Austauschstudenten kennen zu lernen. Informationen bekommst du hier jedoch nicht nur über die Uni und deine Kurse, sondern auch über Bus und Bahnen, Ausflüge, Reisen und noch viel mehr – also auf jeden Fall empfehlenswert!
Insgesamt studieren an der University of Sydney über 45.000 Studenten aus allen Ländern der Welt (Sydney ist nach New York die Stadt mit den meisten Nationalitäten – für einen guten Mix ist also auf jeden Fall gesorgt). Die Illusion, dass du der einzige Deutsche unter all den Studenten sein wirst solltest du am besten ganz schnell wieder vergessen. Zu viele sind bereits auf die Idee gekommen anstatt nach Amerika oder England, lieber ein Semester in Australien zu verbringen. Dafür erwarten dich viele asiatische Kommilitonen. Einen Großteil der Austauschstudenten stellen die USA, Deutschland und auch Schweden.
Für das Wohl der Studenten sind fast 5000 Professoren und Angestellte beschäftigt und auf dem riesigen Campus in Camperdown und Darlington gibt es wirklich alles was man zum Leben braucht und in Elmshorn noch nie gesehen hat. Neben einer eigenen Buslinie über den Campus und einer eigenen Security-Staffel gibt es von Fitnessstudios, einem Schwimmbad, Cafes, Bars, Mensen, vielen verschiedenen Geschäften, Banken, Ärzten, Reisebüros bis zu mehreren Geldautomaten wirklich alles.
So kann man sich in seinen Pausen immer gut beschäftigen und mit dem Nötigsten versorgen.
Folglich sind auch die Studienbedingungen optimal. Zahlreiche Computer-Labs mit mehreren hundert Rechnern, Vorlesungsräume auf dem neusten technischen Stand der Technik und riesige Bibliotheken stehen zur Verfügung. Das alte Hauptgebäude der Uni steht in der Mitte des Campus und sieht genauso aus, wie man sich eine alte englische Universität vorstellt.
Allerdings gibt es bei so einer solchen Massenuni sicherlich auch Räume, die schon ein wenig heruntergekommen sind und nicht mit der NAK mithalten können. Generell kann ich aber sagen, dass für die Größe der Uni die Abläufe optimal funktionieren und es einem an nichts mangelt. Noten, Mitteilungen, Assignments und Skripte werden also auch in Sydney über das Intranet oder per Mail verbreitet.
Schneller als du denkst fangen dann auch schon die Vorlesungen an und es kommen viele neue Gesichter und Namen auf einen zu. Du wirst schnell feststellen, dass die Vorlesungszeit im Vergleich zur NAK sehr gering ist. Bei meinen drei Kursen bin ich insgesamt nur auf eine Wochenvorlesungszeit von 8 Stunden gekommen. Aber freu dich nicht zu früh, es gibt genug zu tun. Oft ist man auch an der Uni, obwohl man keine Vorlesungen hat. Diese sind meistens in einen Lecture-Teil von 2 Stunden (keine Anwesenheitspflicht) und einen Tutorial-Teil von 1 Stunde (Anwesenheitspflicht) gegliedert. Hier hast du dann die Möglichkeit in einer kleinen Gruppe von 10-15 Leuten Fragen zu stellen und wichtige Punkte zu vertiefen.
Während meines Semesters habe ich die Kurse „Consumer Behaviour“, „Strategic Management“ und „Bank Financial Management“ besucht, die ich eigentlich alle weiterempfehlen kann, besonders den Strategic Management-Kurs. Somit hab ich gleich die Bereiche Marketing, Organisation und Finanzierung abdecken können. Interessant ist es immer dann, wenn man nach einem neuen Aspekt wieder auf Teile stößt, die man bereits an der Nordakademie behandelt hat.
Auch das Prüfungssystem ist komplett verschieden von dem uns bekannten an der NAK (und auch besser muss ich eigentlich sagen)! Bereits zu Beginn deines Semesters ist festgelegt was für Leistungen im Rahmen einer Vorlesung zu erbringen sind und wie diese prozentual gewichtet werden. Neben einem Midsemester- und einem Endsemester-Exam sind meistens auch noch mehrere Referate und Vorträge vorzubereiten. Dies können 15 Minuten Gruppenpräsentationen aber auch große Semesterarbeiten sein – wie gesagt, zusätzlich zu den anderen Klausuren. Dies hört sich jetzt nach einer Menge Arbeit und Stress an – ist es auch (je nachdem wie ernst du an die Sache herangeht). Aber wenn du noch mal überlegst, dass die Vorlesungszeit so gering ist…
Immerhin hat man mit diesem System die Möglichkeit einen „Ausrutscher“ in einer Klausur auch wieder auszugleichen. Dafür muss man das ganze Semester mitarbeiten und kann sich keine Auszeit gönnen. Aber bloß keine Panik, es ist alles zu schaffen und alles halb so schlimm.
Ich rate dir jedoch bei Gruppenarbeiten und Präsentationen nicht mit anderen Deutschen zusammen arbeiten zu wollen. Versuch lieber mit einem australischen Studenten in eine Gruppe zu kommen. Somit kannst du von den Erfahrungen an der Uni, der Organisation und natürlich auch den besseren Sprachkenntnissen profitieren.
Bevor du dich in die Arbeit stürzt solltest du dir überlegen ob du einen oder mehrere Kurse an der NAK anrechnen lassen kannst.
In Australien ist es aufgrund des Benotungssystems fast noch schwerer als in Deutschland eine sehr gute Gesamtnote zu bekommen. Leider wird das von den meisten Dozenten an der Nordakademie nicht anerkannt, so dass deine Noten aus Sydney meist nur mit Punktabzug umgerechnet werden. Deshalb mein Tipp: Klausuren mitschreiben und auch in gewissem Umfang vorbereiten aber keine Wunder vollbringen wollen. Sonst kommst du nach ein paar Monaten zurück nach Deutschland und hast nichts von Australien gesehen außer der Uni und deinen Büchern.

Sydney:
Sydney – Opera House, Harbour Bridge, Bondi Beach,…. und ein absoluter relaxter Lebensstil. Dazu noch Wasser wohin das Auge blickt. Nicht nur umwerfende Strände entlang der Pazifikküste wie zum Beispiel Palm, Bronte, Manly und natürlich Bondi Beach, sondern auch viele kleine Buchten ins Landesinnere. Alles zusammen das Paradies für Surfer, Segler und alle anderen Wassersportler.
Und obwohl Sydney mit etwa 4 Mio. Einwohnern nur etwas größer ist als Berlin ist die Fläche der Stadt 12 x größer – Platz ist ja schließlich genug vorhanden.
Somit wirst du es selbst in mehreren Monaten längst nicht schaffen alle Ecken der Stadt gesehen haben.
Der Central Business District liegt auf der der Südseite der großen Bucht direkt am Circular Quay. Die Universität liegt nur wenige Kilometer südwestlich hiervon. Östlich der Innenstadt liegen viele lebendige Stadtteile wie Woolloomooloo, Kings Cross, Paddington, Bondi Junction und schließlich Bondi Beach. Am Anfang deines Australia-Trips wird sicherlich erstmal die Wohnungssuche stehen (solange du nicht in einem der Studentenheime wohnst). Hier kannst du dir nützliche Informationen vom Housing-Officer der Uni besorgen oder einfach selber auf die Suche gehen. Am besten sprichst du einfach mit ein paar anderen internationalen Studenten darüber. Alle haben das gleiche Problem und durch die Gespräche findet man schnell die besten Internetseiten und Tageszeitungen heraus.
Mit Hilfe einer der vielen Real-Estate-Agents zu suchen würde ich dir nicht empfehlen.
Zum einen vermieten die nur selten eine Wohnung für unter sechs Monate und natürlich muss man sich dann auch noch um ein paar Möbel kümmern.
Beliebte Stadtteile in Uninähe sind Camperdown, Newtown und auch besonders Glebe. Hier ist besonders die Glebe Point Road ein beliebter Treff für die Studenten. Wenn es dich aber nicht stört morgens mit Bus und Bahn zur Uni zu fahren würde ich dir vorschlagen in den Eastern Suburbs nach einer Bleibe zu suchen. Besonders in Kings Cross, Paddington und auch besonders Bondi Beach tobt das Leben und der Weg zur Uni beträgt maximal 30-40 Minuten, also nicht mehr als der obligatorische Weg von Hamburg nach Elmshorn. Hier suchst du am besten nach einem freien WG-Zimmer. Dadurch hast du den Vorteil noch andere Menschen kennen zu lernen und damit dein Englisch noch schneller zu verbessern. Zusätzlich mußt du dich nicht um den Mietvertrag kümmern und wenn du auch noch „No Bond, No Bills“ vereinbarst brauchst du dir auch keine Sorgen um Kaution, Strom- und Wasserrechnungen machen. Wie schon gesagt – alles sehr „Laid back!“
Als Miete musst du so A$110 – 180 pro Woche einkalkulieren je nach Wohnung und Lage. Ich habe für meine Zeit mit einem Kommilitonen und einem englischen Pärchen in Bondi Beach direkt an der Promenade gewohnt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Strand und eines der bekanntesten Surfreviere der Welt direkt vor der Tür. Dazu noch viele Restaurants und Cafes, die schon morgens gut besucht sind, sowie trendige Geschäfte und ein multikulturelles Publikum.
Hast du nun auch Lust auf Bondi bekommen begibst du dich am besten in die Hall Street. Wenn du von der Wasserseite kommst liegt nach gut 150m auf der linken Seite ein „Health Food“ Geschäft. Im Schaufenster findest du das beste Wohnungs-, Auto- und Surfboardangebot in der Gegend. Am besten besorgst du dir gleich nach Ankunft eine Pre-Paid-Karte für dein Handy. So kannst du gleich ein paar Angebote abchecken und gegebenenfalls eine Besichtigung vereinbaren. Ein Tipp noch: Versuch nach Möglichkeit nicht in eine rein deutsche WG einzuziehen. Sobald mehrere Nationalitäten zusammen kommen wird natürlich Englisch gesprochen und es ist immer interessant fremde Menschen kennen zu lernen.
Um nun endlich die vielen Facetten dieser Stadt zu sehen bietet die Uni extra für die neuen Studenten Stadtrundfahrten und Harbour Cruises an. Wie schon erwähnt wirst du nicht alles zu Gesicht bekommen aber zumindest schon mal einen kleinen Überblick erhalten. Anschließend kannst du dich ja auch noch selber auf den Weg machen.
Besonders wichtig in einem solchen Auslandssemester ist natürlich auch ausgiebig zu feiern. Und in einer Stadt von der ihre Einwohner sagen man könne sich am besten an den zahlreichen Pubs orientieren sollte das kein Problem sein. Die meisten Pubs, Clubs und Lounges kosten keinen Eintritt. Nur wenige Nachtclubs lassen sich das Vergnügen am Eingang bezahlen. Hauptgetränk in Australien ist natürlich auch das Bier und das fließt wirklich in Strömen. Außerdem haben die Aussies auch kein Problem damit ihr erstes Pint bereits zum Frühstück zu genießen. Grundsätzlich hat jeder Bundesstaat seinen Favoriten und ob man es glaubt oder nicht das Gebräu schmeckt meistens sogar richtig gut. Für die ganz eingefleischten Beck’s- Jünger ist natürlich auch in Sydney gesorgt. Allerdings kostet die Flasche ein wenig mehr als die üblichen A$ 3-4 für ein Pint Tooheys. Viele Bars gibt es rund um den Darling Harbour aber natürlich auch in Bondi, Paddington und dem Rotlichtviertel Sydneys – Kings Cross.
Da sich ein großer Teil des Lebens am Strand oder zumindest unter freiem Himmel abspielt finden natürlich auch viele Parties draußen statt – bei dem Wetter! Die besten Locations sprechen sich schnell unter den Studenten rum und hin und wieder gibt es auch noch geniale Angebote wie 5-Dollar-Steak oder 3-Dollar-Thai.
Essen kannst du in Sydney sehr günstig (vor allen in asiatischen Restaurants) aber auch als Feinschmecker kommt man hier voll auf seine Kosten. Dazu bietet Australien viele Delikatessen, die in Deutschland ein Vielfaches kosten. Allen voran Känguru- und Krokodilfleisch, aber auch Wombat, Schwertfisch, Tunfischsteak und King Prawns. Geht es dann zum Shoppen gibt es im CBD natürlich eine große Auswahl an Geschäften aber auch entlang der Oxford Street lässt sich prima Geld ausgeben.
Wer aber denkt, dass die Sydneysider den ganzen Tag nur am Strand liegen und chillen liegt falsch. Sie sind auch überaus sportverrückt. Überall in der Uni und der gesamten Stadt wird Sport getrieben. Richtig populär sind neben den Nationalsportarten Rugby, Australian Football und Cricket auch Schwimmen, Joggen, Radfahren, Segeln, Rudern und natürlich Surfen.
Ein paar Ausflüge stehen in Sydney natürlich auch auf dem Pflichtprogramm. Sei es eine Fahrt mit der Fähre nach Manly Beach, ein Ausflug nach Palm Beach, dem nördlichsten Strand Sydneys oder der berühmte Bondi-Coogee Walk – immer entlang der Küste von einem Traumstrand zum nächsten. Eins solltest du noch wissen: Wenn du im Juli in Sydney ankommen wirst, ist dort natürlich gerade Winter. Es wird zwar nicht frieren aber die niedrigsten Temperaturen liegen immerhin so zwischen 5-10 Grad. Dafür scheint die Sonne fast jeden Tag und das auch im Winter sehr intensiv. Allerdings musst du auch von den deutschen Standards der Isolierverglasung und Zentralheizung Abstand nehmen. Besonders in den älteren Häusern. Und so kann es dann doch mal recht kühl werden wenn man keinen dicken Pullover dabei hat und eine steife Brise durch die Stadt fegt. Natürlich wird das Wetter von Juli an immer besser aber so richtig heiß wird es erst Ende Oktober. Dann heißt es aber bis Ende März Hochsommer und das bedeutet nicht selten Temperaturen von bis zu 35 oder gar 40 Grad. Dazu kommt dann noch die sehr intensive und gefährliche Sonnenstrahlung. Spätestens dann sind die citynahen Strände, allen voran Bondi, von den Sonnenanbetern überfüllt. Wenn du aber nicht so lange warten willst kannst du den Semesterbreak im September dazu nutzen zu verreisen. Spätestens jetzt wirst du dich auch freuen nicht im Melbourne zu studieren, denn dort ist es noch viel kälter.


Australien:
Wenn man es nicht schafft in fünf Monaten alles von Sydney zu sehen, dann gilt das erst recht für Australien. Die Ausmaße dieses Landes sind gewaltig und dazu gibt es noch so viele Attraktionen, Nationalparks und Sehenswürdigkeiten, dass man sich in der gegebenen Zeit stark einschränken muss. Und auch wenn der Geldbeutel schon arg strapaziert ist, sollte man die Gelegenheit bereits in Down Under zu sein ausnutzen. Außerdem kann man in Australien sehr günstig verreisen.
Besonders beliebt bei den Studenten ist der Trip entlang der Ostküste bis Cairns in den Semesterferien. So kann es schon vorkommen, dass man den gleichen Personen immer wieder auf dem Weg Richtung Norden begegnen wird. Durch die ausgeprägte Backpacker-Szene in Down Under lässt sich in den Hostels teilweise schon für A$ 19 übernachten. Mit dem Überlandbus geht’s dann bequem und günstig zum nächsten Ort. Bei der Planung dieser Reisen helfen dir die Reisebüros in der Uni, die auch immer den günstigsten Preis kennen und wissen wo es noch einen Dollar Rabatt gibt. Wie schon gesagt ist die Ostküstenroute sehr beliebt. So kann man schon im September 30 Grad, Traumstrände, türkis blaues Wasser und die berühmten Korallenriffe des Great Barrier Reefs genießen.
Aber natürlich locken auch Jeep-Touren durchs Outback bis zum Ayers Rock oder die Great Ocean Road die sich vor den Toren Melbournes an der Küste entlang schlängelt. Melbourne selber ist dann selbstverständlich auch noch einen Besuch wert. Weniger touristisch als Sydney aber auf keinen Fall langweilig. Besonders die Geschäfte, Cafes und Restaurants entlang der Chapel Street sind einfach nur der Hammer.


Kosten:
Wie schon mehrmals erwähnt ist das ganze Vergnügen nicht umsonst. Wenn man aber überlegt, dass man neben einem Semester an einer international renommierten Universität in einer Weltmetropole auch noch einen Traumurlaub mit vielen interessanten Menschen am anderen Ende der Welt verbringen darf relativiert sich der Preis. Dazu kannst du ja auch dein Gehalt, welches du weiterhin beziehst, mit in deine Berechnungen einbeziehen.
Um in Australien an Bargeld heranzukommen ist es sinnvoll ein Konto inklusive einer (für Studenten kostenlosen) EC-Karte bei der Deutschen Bank zu eröffnen. Somit kannst du Auszahlungen an jedem Geldautomaten der Westpac-Bank in ganz Australien vornehmen und das ohne einen einzigen Cent an Gebühren zu bezahlen. Somit musst du noch nicht einmal ein Konto in Down Under eröffnen.

1 Australischer Dollar ist im Moment etwa 0,58 Euro wert

Hier sind noch mal ein paar Kosten im Überblick:
Studiengebühren (inkl. Krankenvers., Einschreibegeb.) € 4650,-
Flug € 1100,-
Miete (pro Wochen) € 65 - 110
Wochenticket für die öffentl. Verkehrsmittel € 18,50
Pint (ca. 0,5 l) australisches Bier € 2,50
Restaurantbesuch € 3 – 20
Flug von Sydney nach Melbourne (one way) € 40,-
Weitere hilfreiche Links:
The University of Sydney: http://www.usyd.edu.au
Study Abroad Program: http://www.usyd.edu.au/io/studyaboard
Semester dates: http://www.usyd.edu.au/study/semester.shtml
International Office : http://www.usyd.edu.au/io/
Studyabroad@io.usyd.edu.au
Toefl: http://www.toefl.de
0031 – 263 – 521 577 (Cito, Holland)
Australische Botschaft : http://www.australian-embassy.de
Australische Botschaft
Friedrichstraße 200
10117 Berlin
Institut Ranke-Heinemann http://www.idp.com

Ich hoffe, dass ich dich jetzt dafür begeistern konnte ein Semester in Sydney zu verbringen.

Da nicht alle Artikel ständig auf Vollständigkeit und Korrektheit überprüft werden können, gibt es hierfür keine Garantie. Solltet ihr über tote Links oder E-Mail Adressen stolpern, bitte kurze Info an uns, dann können diese angepasst oder entfernt werden.
Modus: "Rock my Life!" - ...du bestimmt was du bist...und was du wirst!
Adam Dubielecki
 
Beiträge: 46
Registriert: Di 20. Nov 2007, 13:34
Hochschule: FH Nordakademie in Elmshorn
Auslandssemester in: Cape Town
Auslandssemester an: University of Cape Town

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