Erfahrungsbericht von der
PUC- Pontificia Universidad Catolica de Chile
und
UDD - Universidad del Desarollo
PUC- Pontificia Universidad Catolica de Chile
und
UDD - Universidad del Desarollo
1. Versicherung
Es gibt zahlreiche Versicherer, die Auslandskrankenschutz anbieten. Diana hat sich für einen Schutzbrief des ADAC entschieden. Für 5 Monate kostet das 170 Euro. Hannah hat eine ISIC-Versicherung abgeschlossen und für den gleichen Zeitraum 154 Euro bezahlt. Du mußt Dich am besten einfach erkundigen, die Leistungen sind sehr ähnlich bzw. gleich. Da keiner von uns auf die Leistung der Versicherungen zurückgreifen mußte, können wir über Zuverlässigkeit o.ä. nichts sagen.
Also einfach beim ADAC anrufen oder unter http://www.isic.de nachschauen.
2. Gesundheit
Vor der Abreise nach Südamerika empfiehlt es sich, mehrere Impfungen zu machen, z. B. Hepatitis A und B. Nach dem aktuellen Stand der gerade empfohlenen Impfungen für die Region erkundigst Du Dich am besten bei Deinen Hausarzt oder bei dem Gesundheitsamt. Du solltest auch im Hinterkopf behalten in welche Reigonen Du während Deines Aufenthaltes noch reisen möchtest. Möglichst früh erkundigen, da einige Impfungen mehrmals erfolgen müssen oder einige Wochen vor der Abreise gemacht werden sollten.
Tipp: Beim Betriebsarzt erkundigen – vielleicht werden die Impfungen ja vom Unternehmen übernommen. Genau das gleiche gilt für das Gesundheitszeugnis für das Visum. Das bekommt man im Betrieb ja vielleicht umsonst.
3. Visum
Für ein Studentenvisum benötigst Du (Stand 2003)
- ein polizeilches Führungszeugnis (beim Rathaus beantragen)
- 4 Paßfotos
- ein amtlich beglaubigtes Gesundheitszeugnis (vom Arzt aufschreiben lassen, daß Du gesund bist und keine ansteckenden Krankheiten hast. Wir haben das dann beim Gesundheitsamt amtlich bestätigen lassen)
- eine Bestätigung der chilenischen Uni, daß Du angenommen bist
- eine Erklärung der Eltern bzw. der Person/en, die die Kosten für den Aufenthalt übernimmt/übernehmen – notariell beglaubigt (also einen Notar aus dem Telefonbuch raussuchen, mit dem Kostenträger hin und vor des Notars Augen ein zuvor aufgesetztes Schreiben – da das sonst nochmal extra kostet – unterschreiben lassen)
- eine Fotokopie des Passes
- den ausgefüllten Visumsantrag (vom Chilenischen Konsulat zuschicken lassen oder abholen)
- ca. 70 Euro Gebühren
Am besten einfach nochmal die aktuellen Betimmungen vom Chilenischen Konsulat in HH zusenden lassen, da sich so etwas ja ab und zu mal ändert. Wenn man endlich alles zusammen hat, einfach alles dort abgeben, eine Woche später telefonisch einen Termin machen und dann ins Konsulat und Fingerabdrücke der Daumen hinterlassen und viermal unterschreiben – dann hast Du auch schon das schön bunte Visum im Paß kleben und bekommst noch ein paar Zettel mit, die Du mit nach Chile nehmen mußt (ins Handgepäck, da Du sie bei der Einreise abgeben mußt!). In Chile angekommen muß man innerhalb von 30 Tagen zur „Policia Internacional“ (mit drei Paßfotos, die man zuvor in einem Fotoladen (nicht direkt bei der Policia möglich!) machen lassen muß, mit einem Schild in der Hand auf dem die Paßnummer drauf ist, ganz verbrecherlike
4. Gepäck
Je nach Fluggesellschaft sind die Vorgaben verschieden. Mit Aerolineas Argentinas durften wir 2x32kg plus 1 Stück Handgepäck mitnehmen (vorher bei der Fluggesellschaft erkundigen, wieviel man mitnehmen darf!). Wichtiger Tipp: Nimm eher weniger als mehr mit! Du wirst definitiv viel (!!!) mehr Gepäck mit zurück nehmen wollen!!!
Übergepäck und Vorausschicken ist sehr teuer und daher ist es ratsamer, alles irgendwie in die Koffer zu stopfen (oder sich besuchen zu lassen
Im Juli ist es – auch in Südamerika – kalt. Ohne Winterjacke wäre es doch recht kühl gewesen. Aber es läßt sich auch überleben – Detailfragen bitte an Marc
Ein paar Schlösser mitzunehmen kann nicht schaden, sei es für die Koffer auf der Hinreise oder einen Schrank in einer Jugendherberge. Wo wir beim nächsten Thema wären – ein Jugendherbergsausweis kann für das Herumreisen nützlich sein. Einfach bei einer Jugendherberge hier in Deutschland beantragen (kostet ca. 10 Euro) oder unter http://www.djh.de direkt beantragen.
Mitnehmen sollte man auch ein Tribandhandy (Dualband funktioniert nicht!), welches man mit dort gekaufter SIM Karte (Prepaidverfahren) nutzen kann. Anbieter sind z. B. Entel und Telefonica. Für die Kommunikation innerhalb Chiles ist das Handy sehr praktisch. Um mit Deutschland zu telefonieren, sollte man sich auf einem Festnetzanschluß anrufen lassen – das ist sogar mit der richtigen Vorwahl (http://www.telefontarif.de, je nach Anbieter so ab 3 Cent) sogar fast billiger als ein Gespräch innerhalb Deutschlands.
5. Geld
Die Lebenshaltungskosten in Chile sind für südamerikanische Satndards zwar eher hoch aber für Europäer sehr günstig! Die Währung ist der Chilenische Peso.
Möglichkeiten der Geldmitnahme:
- EC-Karte:
In Santiago gibt es viele Citibanken, in kleinen Städten haben wir eigentlich keine gesehen. Diana hatte ein Konto bei der Deutschen Bank und konnte mit der EC-Karte umsonst bei der Partnerbank „Scotiabank“ Geld abheben. Die Scotiabank ist auch in vielen anderen Städten zu finden. - Kreditkarte:
Die Kreditkarteist besonders für größere Ausgaben (z. B. Flugbuchung) sehr gut und sollte auf jeden Fall als Zusatz mitgenommen werden. Mit Master oder Visa kann man unserer Erfahrung nach eigentlich nichts falsch machen - Bargeld:
Eigentlich nur für den Anfang zum erstmaligen Umtauschen sinnvoll, da sonst zu ärgerlich, wenn es doch mal geklaut wird. Euro genau wie Dollar werden in Casas de cambio getauscht (Kurse vergleichen, manchmal unterscheiden sich die Kurse deutlich; einige Casas de cambio sind z.B. gegenüber vom LanChile Büro bei Pedro de Valdivia zu finden). Banken tauschen erst ab Tausenderbeträgen. - Traveller Cheques:
Natürlich sicherer als Bargeld, da sie bei Verlust ersetzt werden. Ob Euro oder Dollar macht mittlerweile keinen Unterschied mehr. Der Tauschkurs ist normalerweise schlechter als bei Bargeld. Aber eine eiserne Reserve in Traveller Cheques dabei zu haben (falls man die EC-Karte doch mal verliert) ist praktisch.
Auch die Cheques werden in Casas de Cambio getauscht, nicht in der Bank.
6. Anreise
Wir sind mit Aerolineas Argentinas geflogen. Aber es fliegen auch z. B. LanChile oder Lufthansa. Am besten möglichst früh (!!!) buchen und vielleicht auch schonmal auf Gepäckbestimmungen achten (wenn es nur einige Euro Unterschied sind, lohnt es sich evtl. doch die teurere zu nehmen). Wir haben relativ spät gebucht und ca. 980 Euro bezahlt. Wenn noch nicht gemacht, dem Vielfliegerprogrammanschließen. Bei der Distanz könnte sich das lohnen.
7. Unterkunft
Die erste Woche haben wir in einer Jugenherberge verbracht, die wir von Deutschland aus über das Internet gebucht haben. Wir waren in der „Cienfuegos“, welche bei der Metrostation Los Heroes liegt, also ziemlich zentral. Für gute 10 Euro pro Nacht war es in Ordnung.
Innerhalb der ersten Woche haben wir dann nach Wohnungen Ausschau gehalten. Zu zweit unterzukommen ist generell etwas schwieriger. Marc und Robin haben über ContactChile, einer Deutsch-Chilenischen Agentur, eine Unterkunft bei einem jungen Ehepaar gefunden – ein echter Glücksgriff. Durch den äußerst gesprächigen Vermieter konnten sie spanischen Unterhaltungen (ok, manchmal auch Monologen
Ein paar Tipps bei der Wohnungssuche:
- Wohnung in der Nähe einer Metro wählen oder an einer großen Straße, um auch nachts noch einfach mit der Micro nach Hause zu kommen (ideal: an der Providencia bzw. der Av. Las Condes)
- Die Barrios Providencia und Las Condes sind recht sicher und zum Wohnen zu empfehlen. Zentrum geht auch, ist aber vielleicht nachts etwas unsicherer. Tendenz: je weiter richtung Nordosten, desto schöneres Wohnviertel.
- Perfekt ist es, in der Nähe der Metro Station Baquedano (Providencia) zu wohnen, da sie Übergang zweier Metrolinien ist und fast alle Micros dort lang fahren. Bellavista (Ausgehviertel) ist auch gleich nebenan. Solltest Du an der UDD studieren, ist Nähe Metro Escuela Militar (Las Condes) gut. Zur UDD muß man mit der Micro fahren, da die Metro nicht so weit reicht. Bei Escula Militar fahren viele Micros und man hat gerade noch Metroanschluß.
- An der Uni nach WGs umhören
- Preise liegen so zwischen 100.000 und 180.000 Peso – vielmehr muß man nicht zahlen!!
- Das Casa Tobalaba wurde von Herman und Silvana, den beiden Vermietern von Robin und Marc wie vorher schon erwähnt neu eröffnet. Das Haus selbst kennen wir noch nicht, weil es neu ist, aber die Fotos sehen gut aus, die Lage ist sehr gut und wie gesagt, die Eigentümer sind einfach super sympathisch! Wer möchte kann gerne direkt mit Herman Kontakt aufnehmen, wenn möglich auf Spanisch oder im Notfall auf Englisch, ansonsten sind Robin und ich gerne bereit, weiterzuhelfen.
Hier die Mailadresse von Herman Hepp: hhepp@vtr.net
Hier ein Link zu Bildern des Hauses (Casa Tobalaba):
http://www.contactchile.cl/zimmer-santiago2.html
8. Verpflegung
Perfecto! Echt billig, man kann eigentlich immer essen gehen und auch mal netter, ohne ein Vermögen loszuwerden. Sushi All-You-Can-Eat für 5000 Peso (knapp 7 Euro) ist beispielsweise doch recht günstig. Obst ist auch sehr lecker und für unsere Verhältnisse spottbillig.
Nicht wundern: Brötchen werden immer abgewogen, nicht per Stück verkauft – auch fast geschenkt!!!
Pflichtgerichte/-getränke:
- Pastel del Choclo – Hackfleisch, Oliven, ein halbes hartgekochtes Ei mit Maisbrei überbacken – klingt komisch, aber ist sehr lecker!!!
- Empanadas: entweder mit Hackfleisch (und halbem Ei sowie Olive) oder mit Käse gefüllte Teigtaschen. Gibt es ab und zu auch mit Meeresfrüchten (lecker!!!).
- Guacamole (Hauptzutat: Avocado) und Pebre (Hauptzutaten: Tomate, Zwiebel) beides Dipp für Brot oder Tachos
- Pisco Sour: Pisco mit Limone – echt chilenisch!!! (komm nicht auf die Idee, den Pisco Sour als peruanisch zu bezeichen!!!
) - Piscola: Pisco mit Cola – auch sehr empfehlenswert!
- Ein Eis bei Bravissimo – beste Eisläden der Stadt mit einer unbeschreiblich großen Auswahl, bei der man alle Sorten vor Auswahl probieren kann.
sich vergewissern, daß dort kein Huhn drin ist (Huhn zählt in Südamerika nicht zum „carne“).
9. Hochschule
Pontificia Universidad Catolica
Hannah und Diana waren an der Pontificia Universidad Catolica (PUC) am Campus San Joaquin. Das Semester beginnt im August und geht inkl. Abschlußklausuren bis Mitte Dezember. Die Bewerbungsfrist läuft am 15. Juni ab.
Die Universität ist nicht nur in Chile, sondern auch in ganz Südamerika sehr angesehen. Sie verfügt über vier Campi und bietet sowohl bei der Kurswahl im Allgemeinen als auch bei Sportkursen und Ähnlichem eine sehr große Auswahl und ist z. B. auch mit EDV-Anlagen sehr gut ausgestattet. Der Kurs „Montanismo“ ist sehr zu empfehlen, da man viele Leute kennenlernt und Ausflüge in die Anden macht. Leider ist die PUC (noch?) keine Partneruni, so daß Studiengebühren anfallen. Diese richten sich nach den belegten Kursen.
Das Unileben ist mit Anwesenheitslisten, Controles (Lektürenkontrollen) und Pruebas (Zwischentests) in Chile etwas verschulter und anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Am besten ist es, sich dem Prof kurz vorzustellen und verständlich zu machen, dass die Note nicht wirklich für einen zählt. Dann wundern sich die meist sehr netten, hilfsbereiten und offenen Profs auch nicht über die vielen Einsen, die man bekommt (die Bewertung reicht von 7 – sehr gut bis 1 – sehr schlecht).
Weitere Informationen über die Uni (auf Englisch) bietet die Seite
http://www.puc.cl/webpuc/html/frames/fringles.html.
Die Hochschule ist in jedem Fall zu empfehlen. Austauschstudis bekommen einen chilenischen Paten zur Seite gestellt und es gibt immer wieder Veranstaltungen für die Ausländer (Mittagessen, Party, Noche de Naciones mit südamerikanischen Tänzen…).
Universidad del Desarollo
Robin und Marc haben ein Semester an der Universidad del Desarollo (UDD) in Las Condes verbracht. Die Uni liegt außerhalb des Zentrums, ist aber problemlos mit dem Bus zu erreichen (Fahrzeit vom Zentrum ca. 50 Minuten, je nach Verkehrslage).
Die UDD ist eine kleine private Uni und vom Aufbau in etwa mit der NAK zu vergleichen. Es gibt nur verhältnismäßig kleine Hörsäle und Vorlesungsgruppen. Für die Austauschstudenten gibt es ein Auslandsamt, was ebenso klein wie die Uni ist. Barbara Stengel ist die Leiterin dieses Auslandsamtes und kümmert sich um alles. Das Angebot für Austauschstudenten in 2004 war ehrlich gesagt nicht überwältigend. Es gab eine circa 2-stündige Einführungsveranstaltung, in der wir unsere Kurse gewählt haben (die Kurswahl von zu Hause lässt sich da problemlos ändern) und eine sehr kurze Campusführung, das wars. Der Rest muss selbst erkundet werden. Das fällt aber aufgrund des überschaubaren Geländes, das sich auf zwei Fakultäten begrenzt, recht einfach.
In unserem Semester gab es überhaupt nur 14 "Ausländer", von denen wir die einzigen an der BWL-Fakultät waren. Dadurch fiel es leicht, in Kontakt zu kommen, weil man automatisch auffiel, sowohl den Studenten als auch den Profs in den Vorlesungen, die alle sehr interessiert waren - ein eindeutiger Vorteil einer recht kleinen Uni. Das Klausurensystem ist für unsere deutsche Gewohnheit sehr ungewöhnlich, es gibt nicht eine Klausur am Ende des Semesters, sondern insgesamt drei Klausuren semesterbegleitend und zwischendurch Tests, eher wie früher in der Schule.
Die Uni hat einige Computerräume, in denen man eigentlich immer ein Plätzchen fand, um das Internet zu nutzen, einige Sportangebote (Fußball, Basketball, Volleyball, Montanismo...) und zwei Speisesääle.
Insgesamt war es ein tolles Semester, wer an detaillierteren Informationen interessiert ist, kann sich gerne an uns wenden (robinwegner@gmx.de oder marc-weber@web.de).
10. Öffentliche Verkehrsmittel
Metro, Micro und Taxi!! Die Metro ist die U-Bahn und auf den Hauptstrecken die schnellste Alternative. Für ca. 300 Peso (je nach Tageszeit) einmal durch die „Schranke“ durch, darf man soviel fahren, wie man möchte ohne neu zu zahlen bis man das Metrosystem verläßt. Die Tickets kauft man in der Station am Schalter. Für Vielfahrer zu empfehlen: Eine Multivia-Karte, für die man einmalig eine Gebühr zahlt und die man dann immer aufladen kann. Um in Rush-hour-Zeiten das Anstehen beim Tickethäuschen zu vermeiden, eine gute Anschaffung!
Micros sind die gelben Linienbusse. Sie haben vorne und an der Seite eine 3-stellige Nummer stehen, die Aufschluß darüber gibt, wo sie langfahren (entweder vom Plakat an der Bushaltestelle ablesen oder ein kleines Büchlein kaufen – wir sind ohne ausgekommen).
Vorne im Fenster des Fahrers steht auch ein Schild mit der Strecke, die er abfährt. Wenn der Bus kommt, gleich den Arm raushalten und halbwegs auf die Straße springen – sonst hält er nicht. Bei der Vielzahl der Busse muß man schnell gucken und Glück haben, daß der Busfahrer nicht vorbeirast. Der Busfahrer hält eigentlich überall, wo man ihn darum bittet.
Eine Fahrt kostet je nach aktuellem Ölpreis um die 300 Peso. Das Microsystem soll allerdings in den nächsten Jahren geändert/ modernisiert werden.
Die Taxen sind zwar teurer als Metro und Micro, mit deutschen Taxipreisen aber trotzdem noch lange nicht zu vergleichen. Beim Einsteigen entweder warten bis der Zähler angemacht wurde oder so akzentfrei wie möglich das Ziel sagen. Es ist zwar nicht die Regel, daß man übers Ohr gehauen wird, aber sollte der Zähler doch mal schneller laufen (unsere Theorie: wenn der Fahrer zweimal drückt, läuft es schneller), den Fahrer zum Halten auffordern.
11. Reisen
Wer nach Chile geht, der sollte sich auf jeden Fall die Zeit zum Reisen nehmen!!! Das Land ist einfach wunderschön und hat von Wüste bis Gletscher alles (!!!) zu bieten.
Die Tourinfo findet man, wenn man bei der Metro Manuel Montt aussteigt und ein Stück in Richtung Metro Pedro de Valdivia läuft auf der linken Straßenseite. Dort spricht man auch Englisch und manchmal Deutsch – je nachdem, wer da ist. Am besten gleich am Anfang dorthin und informieren. Die sind wirklich hilfsbereit.
Das Reisen geht mit dem sehr guten Busnetz einfach und ist super günstig. Zu empfehlen ist die Fahrt mit „Turbus“ dem komfortabelsten Anbieter (am besten eine Turbus Clubkarte besorgen, dann reist man selbst und Freunde mit zehn Prozent Rabatt). Die Gesellschaft „Pullmann“ soll auch in Ordnung sein. „Normale“ Busse entsprechen europäischen Reisebussen. Semicama ist schon mit mehr Beinraum ausgestattet und Cama ist für Übernachtfahrten einfach genial. Die meisten Busse fahren von der Metro Universidad de Santiago ab und haben dort auch Vertretungen, um Tickets zu kaufen. Wichtig: Auch wenn eigentlich immer alle in Südamerika zu spät sind – Busse fahren pünktlich ab!
Mit dem Flugzeug kann man natürlich auch reisen. Zu empfehlen ist LanChile – am besten gleich einen Vielfliegerpass holen – insbesondere wenn man schon den Transatlantikflug mit LanChile bestreitet.
Wir haben ein paar Reisen in Chile gemacht, wobei eines der Höhepunkte sicherlich der Besuch der Osterinsel war. Da es den Rahmen sprengen würde, über jedes Reiseziel zu schreiben, melde Dich bei Interesse nach weiteren Informationen am besten direkt bei uns.
Zur Ausrüstung: Mit Reiserucksack reist es sich am besten!!! Falls schon vorhanden aus Deutschland mitbringen, ansonsten kann man auch relativ gute Rücksäcke vor Ort kaufen (chilenische Marke Doite ist zwar nicht high-end aber trotzdem ziemlich gut und günstig).
Ansonsten sind zum Reisen natürlich alle praktischen Accessoires zu empfehlen, wie Taschenmesser, gemütliche, robuste Kleidung etc.
12. Verhaltenshinweise
In Chile begrüßt man sich mit einem Kuß auf die Wange (Mädels unter sich sowie Mädel und Junge). Jungs begrüßen sich per Handschlag.
Chilenisch ist nicht immer gleich Spanisch. Wenn man die Chilenen erst einmal versteht, versteht man alle Spanier!! Mas o menos jedenfalls. Sie sprechen sehr schnell und lassen schon einmal gerne das „s“ am Wortende weg.
An viele Worte wird einfach „po“ angehängt – z. B. „sipo“. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Modismen (Slang) im Chilenischen, die Du noch früh genug kennenlernen wirst
Sicherheit: Chile ist wohl zur Zeit das wirtschaftlich stabilste und sicherste Land Südamerikas. Genau wie in jeder europäischen Großstadt auch ist in Santiago „Umverteilung“ oft an der Tagesordnung, d.h. Taschendiebstahl. Man sollte also mit seinem Geld nicht in der Öffentlichkeit rumwedeln oder die Digicam oder Tasche unbeaufsichtigt liegen lassen. In der Metro empfiehlt es sich – besonders in der Rush hour – den Rucksack oder die Handtasche vor dem Körper zu tragen und das Portemanaie nicht aus der Hosentasche luken zu lassen.
Man sollte immer ein Auge auf seine Sachen haben.
Nützliche Links:
http://www.isic.de - International Student Identity Card und Versicherung
http://www.traveloverland.de - gute Suchmaschine für Flüge
http://www.contactchile.cl - Vermittlung von Wohnungen
http://www.mapcity.com - Zur Suche von Adressen in Santiago und anderen südamerikanischen Städten
http://www.puc.cl - Homepage der Pontificia Universidad Catolica de Chile
http://www.udd.cl - Hompage der Universidad del Desarollo
http://www.telefontarif.de - Suche nach günstigen Vorvorwahlen um nach Chile zu telefonieren
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